von: Johannes Jungilligens | 01.09.2014

Mut zur Ehrlichkeit

Sachsen hat gewählt und schöner ist die Welt dadurch nun wirklich nicht geworden. Probleme, die sich seit Längerem angedeutet haben, sind plötzlich eindeutig greifbar geworden: Der NPD fehlen nur 808 Stimmen und ist daher nur dank der 5%-Sperrklausel sehr knapp an einem Wiedereinzug in den Landtag gescheitert, die AfD sitzt nun erstmals im selbigen. Das ist auf der einen Seite schlecht – schließlich wird erst in fünf Jahren wieder gewählt und wer jetzt im Parlament ist, bleibt dementsprechend einige Zeit dort – auf der anderen Seite aber auch gut – schließlich wird erst in fünf Jahren wieder gewählt und die politische Szene hat Zeit zu lernen, mit den Herausforderungen umzugehen:

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von: Johannes Jungilligens | 19.05.2014

Das Arschloch unter den Wochentagen

Dem Montag haftet der Ruf an, nicht grade zu den beliebtesten Wochentagen zu gehören – die Gründe dafür sind vielfältig und seit neuestem gibt es noch einen weiteren Grund: Die Friedenskundgebungen, die seit einigen Wochen an ebenjenem Tag stattfinden und sich – wie gefühlt jedes zweite Wutbürger-Treffen – unberechtigterweise in die Tradition der DDR-Montagsdemos stellt. „Wir sind das Volk“ als Allheilmittel gegen einen bunten Strauß kruder Ideen? (mehr …)


von: Johannes Jungilligens | 10.12.2013

Morgen irgendwie leben – Der #BuKo13

Der Bundeskongress 2013 liegt hinter uns und es gibt vieles zu berichten. Über Wahlen, über Debatten mit Sigmar Gabriel, über die allgemeine Stimmung – ich möchte mich hier aber ganz subjektiv auf einen Aspekt beziehen: Auf die durchschnittliche Juso-Realität und ihre Auswirkungen.

Disclaimer: Dies ist – hier noch mal dezidiert der Hinweis – nicht als Sichtweise der Jusos Mönchengladbach zu sehen, sondern als persönliche Eindruck von mir. Steht zwar oben rechts an jedem Blog-Artikel, trotzdem hier noch mal hervorgehoben.

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von: Johannes Jungilligens | 27.11.2013

I see a black door and I want to paint it red – Warum ich gegen den Koalitionsvertrag stimmen werde

Ich gebe zu: Das Zitat aus dem Rolling Stones-Song musste ein wenig verbogen werden, um zu passen – jetzt kann es aber endlich losgehen: Ich werde bei der Mitgliederbefragung der SPD über den Vorschlag des Koalitionsvertrags mit der Union mit NEIN stimmen. Warum? Er ist zu wenig rot und zwar aus verschiedenen Perspektiven gesehen.

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von: Johannes Jungilligens | 14.10.2013

Parteibuch

„Wieso tust du dir das eigentlich an?“

Nicht nur im Wahlkampf, auch sonst, wird man als Parteimitglied häufiger mit Fragen nach dem Hintergrund der scheinbar in den Augen Vieler absolut unsinnigen Parteizugehörigkeit konfrontiert. Also: Wieso tut man sich das eigentlich an? Weil man Überzeugungen und einen gewissen Wertekanon aufweist und in der Partei eine Möglichkeit sieht, diese sinnvoll zu kanalisieren und in konkrete Handlungen umzusetzen. Parteien (zumindest die SPD) haben dabei nicht die Rolle des Weihnachtsmanns, der alle Wünsche erfüllt: Sinnigerweise ist es eher so, das man sich der Partei anschließt, deren Ideen, Ideale und Grundsätze einen am ehesten repräsentieren. (mehr …)


von: Sebastian Laumen | 24.09.2013

Nach der Wahl – Quo vadis SPD?

Deutschland hat gewählt. Erfreulich ist, dass die Wahlbeteiligung gestiegen ist und Schwarz-Gelb abgewählt ist. In der parteipolitischen Schönfärberei kann man das so sehen. Unerfreulich ist für uns natürlich das Ergebnis der SPD. 25,7% entsprechen nicht unseren Ansprüchen und Erwartungen, die wir an dieses Programm geknüpft haben.
Denn darum geht es für uns im Kern. Auch wenn es kommunikativ wohl unvermeidbar ist, Inhalte mit Personen zu verknüpfen, sind wir immer noch eine Partei und kein Kanzlerwahlverein.
Und obwohl Deutschlands Medien vor und nach der Wahl nicht müde werden, eine Große Koalition als das einzig Vernünftige zu deklarieren und an die staatspolitische Räson der SPD zu appellieren, ist es bei genauerer Betrachtung doch etwas mehr als ein Sprung über den Schatten. Wenn eine Partei in den letzten 20 Jahren Staatsräson gezeigt hat, war es die SPD – häufig zu ihrem eigenen Schaden. Während andere Parteien – durch die Blume formuliert – einfach mal „Scheiß drauf! Ohne mich!“ sagen, um Stress in den eigenen Reihen zu verhindern, hat die SPD viele Dinge angestoßen, die notwendig waren, aber innerparteilich zu heftigen Auseinandersetzungen geführt haben und letztendlich auch die Glaubwürdigkeit schwer beschädigt haben –  wie sich an zahlreichen Wahlergebnissen auf Bundesebene unschwer ablesen lässt. Ohne die Stimmen der SPD hätte auch Angela Merkel für Ihre Europolitik keine Mehrheit bekommen, obwohl die SPD den eingeschlagenen Kurs für falsch hält. Im Gegensatz zu anderen Parteien handelte die SPD aus Staatsräson. Darunter leidet die eigenen Identität.
Und so sind folgende Szenarien denkbar: (mehr …)


von: Johannes Jungilligens | 28.08.2013

Syrien und Verantwortung

In Syrien sind wohl mit chemischen Massenvernichtungswaffen hunderte von Menschen getötet worden. In den zwei Jahren seit Ausbruch des arabischen Frühlings sind mehrere Hunderttausend Menschen Opfer der Kämpfe worden und der Konflikt nimmt an Härte und Brutalität zu. Die USA (und mit ihnen Großbritannien und Frankreich) diskutieren über einen Militärschlag. Deutschland diskutiert über die Diskussion über einen Militärschlag. Und was passiert? Nichts

Wer sagt „kein Krieg kann jemals gewonnen werden!“ hat vollkommen Recht. Aber es geht hier nicht darum, zu gewinnen. Es geht nicht darum, irgendetwas zu erobern. Es geht darum, dass wohlhabende, gut gestellte Länder, ein Engagement für die Bevölkerung in Syrien viel zu lange verweigert haben. Jeden Tag Nachrichten über vertriebene, tote, jetzt über mit Giftgas ermordete Menschen. (mehr …)


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