von: Sebastian Laumen | 24.09.2013

Nach der Wahl – Quo vadis SPD?

Deutschland hat gewählt. Erfreulich ist, dass die Wahlbeteiligung gestiegen ist und Schwarz-Gelb abgewählt ist. In der parteipolitischen Schönfärberei kann man das so sehen. Unerfreulich ist für uns natürlich das Ergebnis der SPD. 25,7% entsprechen nicht unseren Ansprüchen und Erwartungen, die wir an dieses Programm geknüpft haben.
Denn darum geht es für uns im Kern. Auch wenn es kommunikativ wohl unvermeidbar ist, Inhalte mit Personen zu verknüpfen, sind wir immer noch eine Partei und kein Kanzlerwahlverein.
Und obwohl Deutschlands Medien vor und nach der Wahl nicht müde werden, eine Große Koalition als das einzig Vernünftige zu deklarieren und an die staatspolitische Räson der SPD zu appellieren, ist es bei genauerer Betrachtung doch etwas mehr als ein Sprung über den Schatten. Wenn eine Partei in den letzten 20 Jahren Staatsräson gezeigt hat, war es die SPD – häufig zu ihrem eigenen Schaden. Während andere Parteien – durch die Blume formuliert – einfach mal „Scheiß drauf! Ohne mich!“ sagen, um Stress in den eigenen Reihen zu verhindern, hat die SPD viele Dinge angestoßen, die notwendig waren, aber innerparteilich zu heftigen Auseinandersetzungen geführt haben und letztendlich auch die Glaubwürdigkeit schwer beschädigt haben –  wie sich an zahlreichen Wahlergebnissen auf Bundesebene unschwer ablesen lässt. Ohne die Stimmen der SPD hätte auch Angela Merkel für Ihre Europolitik keine Mehrheit bekommen, obwohl die SPD den eingeschlagenen Kurs für falsch hält. Im Gegensatz zu anderen Parteien handelte die SPD aus Staatsräson. Darunter leidet die eigenen Identität.
Und so sind folgende Szenarien denkbar: (mehr …)


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