Schaffen mit der neuen Juso-Hochschulgruppe Niederrhein

erstellt am: 09.12.2014 | von: alexanderodenthal | Kategorie(n): Berichte, Meinung

Hochschulpolitik jetzt! Die Juso-Hochschulgruppe Niederrhein als dein Ansprechpartner!

Doch kam es eigentlich dazu? Der Hintergrund:

Die Idee, eine Hochschulgruppe zu bilden gab es wohl schon länger, doch brauchte es seine Zeit, Ressourcen und Teilnehmer, bis aus der Idee ein Kollektiv wurde. Anfangs noch auf völlig wackeligen Beinen und ohne eine klare Vorstellung was die Juso Hochschulgruppe alles umfasst, haben wir uns kopfüber in die Hochschulpolitik gestürzt – und zwar zur richtigen Zeit. Nach einer kurzen Findungsphase in der wir genug Unterstützer fanden um uns zu konstituieren ging es auch schon los.

Hochschule Niederrhein, Wirkungsort der Juso-Hochschulgruppe.  © Johannes Jungilligens/Jusos Mönchengladbach

Hochschule Niederrhein, Wirkungsort der Juso-Hochschulgruppe.
© Johannes Jungilligens/Jusos Mönchengladbach

Die Idee:

Wir wollen Hochschulpolitik! Ihr auch? Wenn ja, wie?

Zuerst ging es uns darum die Hochschule zu politisieren, sind wir doch die einzige Hochschulgruppe am Campus! Nebst bestehendem Studierendenparlament und Senat sind wir nun also eine der wenigen Ansprechpartner wenn es um politische Hochschulbelange geht. Es heißt also den Studenten aufzuzeigen, dass sie mitbestimmen können, und wie! Unsere Motivation ist es also, so viel aufzuklären wie wir können und gemeinsam mit den Studenten Ideen und Anträge zu formulieren, die dann im Studierendenparlament bzw. Senat umgesetzt werden.

Die Aktion:

Schnell waren Sitzungen einberufen, Ideen gesammelt, ein Corporate Design erstellt und geworben, schließlich müssen wir zeigen, dass etwas geht! Genau zur richtigen Zeit wurde die Juso Hochschulgruppe Niederrhein auch anerkannt, denn das höchste beschlussfassende und damit richtungsweisende Organ, das Bundeskoordinierungstreffen 2014/2 der Juso Hochschulgruppen, stand unmittelbar bevor!

Bundeskoordinierungstreffen – Was ist das?

Bei diesem Treffen versammeln sich je Semester ein Mal alle Juso-Hochschulgruppen Deutschlands um gemeinsam ein Arbeitspaket und Anträge zu verabschieden, zu diskutieren, Meinungen zu hören und zu erörtern, was für die Studenten und die Hochschulpolitik getan werden soll. Blitzschnell musste bei uns dafür ein Delegierter gefunden werden der auch die Zeit hatte, daran teilzunehmen – kurzum befand ich mich im Auto Richtung Düsseldorf. Voller Erwartungen und Vorstellungen stieg ich aus dem Auto aus und fand mich mit den anderen Gruppen aus NRW zusammen, die mich freudig empfingen und in das Wichtigste einwiesen. Das Antragsbuch lag nun auch nochmal in Papierform auf dem Tisch. Viel Stoff für viele Menschen… Erstaunt musste ich feststellen, wie konstruktiv, vielseitig und interessant debattiert wurde! Für mich als Greenhorn in dieser Runde hieß es erst einmal watch and learn, und so schnappte ich an diesem Wochenende alles auf was auf mein Papier passte.

Zu den Themen gehörten unter anderem das Arbeitspaket, welches in etwa umschreibt, worauf man als Juso-Hochschulgruppe einsteht, dazu gehört zum Beispiel gerechte Bildungs- und Hochschulpolitik, aber auch die Digitalisierung der Bildung, sodass alle Menschen, die etwas lernen und verstehen möchten ganz einfach Zugang zum Wissen der Hochschulen bekommen – alles andere wäre doch unfair, oder nicht?

Logo der Juso-Hochschulgruppen

Logo der Juso-Hochschulgruppen

Daneben setzen wir uns aber auch für gute Beschäftigungsbedingungen, gute Bezahlung aber auch gute Mitbestimmungsmöglichkeiten ein – man sieht, die Ideen vor dem Treffen ähneln sich den Ideen aus dem BKT. Ein gutes Zeichen aber auch ein Signal, dass die Themen auch an anderen Hochschulen brisant sind. Nicht zuletzt wird im Arbeitspaket auch die strukturelle Benachteiligung von Frauen thematisiert, welcher wir natürlich entgegentreten. Wir unterstützen desweiteren Queerfeminismus, um die „Zweigeschlechtlichkeit und den damit verbundenen Diskurs“ anzugreifen. Wir verstehen uns darüber hinaus also als ein progressiver, vielfältiger, internationalistischer und sozialistischer Verband.

Nun noch ein weiterer Einblick in die Anträge die maßgeblich zur Arbeit an der Hochschule beitragen, so sprechen wir uns zum Beispiel vehement gegen Antisemitismus aus, so dass eine Prävention dessen u.a. unbedingt in die Lehramtsausbildung gehört. Auch die AfD kommt bei uns nicht gut weg: Elitäres, engstirniges Denken ist weder progressiv und noch inklusiv, dem können wir nur entgegen treten. Ganz im Gegenteil, wir wollen Hindernisse überwinden, offen sein für international Studierende, die doch eine absolute Bereicherung sind und alles andere als „Kostenfaktoren, die sich amortisieren müssen“. Bildung ist ein Menschenrecht!

Ein weiteres großes Thema ist das sog. „Academic Franchising“, denn Hochschulen sollen eben nicht von der Industrie finanziert werden, keine klassischen Unternehmen sein sondern unabhängig! Nur so erhalten wir eine Vielfalt an Studiengängen, Offenheit für progressive Ideen und eine Freiheit gegenüber Konservation und Kommerzialisierung. Denn Bildung ist keine Ware, sondern – ich wiederhole – ein Menschenrecht.

Es gab noch viele weitere Anstöße, wie die Zweckentfremdung von BAföG-Geldern, Wohnraumpolitik und vieles mehr; falls Interesse besteht ist gerade die neue Juso-HSG-Niederrhein genau der richtige Ansprechpartner.

Und damit schließe ich den kurzen Einblick in unsere Arbeit, wir freuen uns sehr, für die Probleme der Studenten, Demokratie an Hochschulen und Fairness einzustehen. Der Anfang ist gemacht, die Arbeit folgt! Stelle uns Fragen, teile uns deine Ideen mit oder sag uns deine Meinung – wir sind gespannt!

alexanderodenthal

Autor: alexanderodenthal

Wissen ist gut, doch machen ist besser. Wer etwas entwickeln möchte darf nicht eingeschränkt werden und dafür setze ich mich begeistert ein. Denn Offenheit ist der Schlüssel progressiven Denkens, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Politik ist längst nicht das Herunterbeten von Idealen, lange nicht das blanke Zitieren berühmter Genossen und erst recht nicht das Einstehen für Dinge die man nicht vertritt. Politik ist für mich u.v.a. die ständige Reflektion der Zustände, Erwägung und Vertretung von Fairness und sozialem Fortschritt. Und ich finde da bin ich hier genau richtig. Ich bin 23 Jahre alt, Maschinenbaustudent der Hochschule Niederrhein, Gründer und Leiter der Juso-Hochschulgruppe Niederrhein, Mitglied des dortigen Studierendenparlaments, Kulturreferent des Allgemeinen Studierenden Ausschusses und dein Ansprechpartner wenn es um zum Beispiel um Hochschulbelange geht, aber auch gerne um mal ein interessantes Gespräch zu vielfältigsten Themen zu führen.

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