Kurz und knapp: 7 Gründe am Sonntag SPD zu wählen.

erstellt am: 19.09.2013 | von: Johannes Jungilligens | Kategorie(n): Meinung

Es gibt viele gute Gründe, am Sonntag SPD zu wählen. Hier sind einige davon:

1. Gesetzlicher Mindestlohn.
Was ist das? Niemand darf weniger als 8,50€ pro Stunde verdienen, mehr geht aber natürlich.
Warum? In Deutschland arbeiten fast 7 Millionen Menschen für unter 8,50€ und viele müssen, obwohl sie in Vollzeit arbeiten, am Ende des Monats zum Amt, aufstocken. Das kostet die Steuerzahler 4 Milliarden Euro pro Jahr – staatlich geföderte Ausbeutung.

 

Am Sonntag SPD wählen.

Am Sonntag SPD wählen.

2. Steuererhöungen für die reichsten 5%.
Was ist das? Selbsterklärend: Wer über 100.000€ im Jahr verdient, zahlt mehr Steuern, allerdings nur für die Einkünfte über diese 100.000€.
Warum? Deutschland ist ein sehr reiches Land, aber das vorhandene Geld sehr ungleich verteilt. Wir wollen das Geld, das durch die erhöhten Steuern dann in der Staatskasse ist, für vier Zwecke einsetzen: Bildung besser finanzieren, Infrastruktur ausbauen, Kommunen stärken und Schulden abbauen. Alles wichtige Projekte, die bezahlt werden müssen. Die Steuererhöhungen machen niemanden arm, aber viele  reich.

 

3. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Was ist das? Für die gleiche Arbeit soll der gleiche Lohn bezahlt werden. Für Frauen und Männer, für Leih- und Zeitarbeiter.
Warum? Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als Männer, wenn sie die gleiche Arbeit machen. Geht gar nicht, sowas. Leih- und Zeitarbeiter bekommen ebefalls oft erheblich weniger als Festangestellte, auch hier für die gleiche geleistete Arbeit. Nicht nur uncool, sondern ungerecht.

 

4. Gleiche Liebe – gleiche Rechte!

Gleiche Rechte für gleiche Liebe!

Gleiche Rechte für gleiche Liebe!

Was ist das? Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollen den heterosexuellen Partnerschaften in allen Belangen gleich gestellt werden, die Ehe soll für alle geöffnet werden, das Adoptionsrecht auf gleichgeschlechtliche Paare ausgeweitet werden.
Warum? Es ist laut Grundgesetz verboten, Menschen aufgrund ihrer Sexualität zu diskriminieren. Dies geschieht aber, wenn Frau und Frau/Mann und Mann nicht heiraten können, Frau und Mann aber schon. Gleiches beim Adoptionsrecht: Homosexuelle dürfen aufgrund ihrer Sexualität keine Kinder adoptieren – als sei die Fähigkeit der Kindererziehung an die Sexualität gebunden. Wir wollen gleiche Rechte für gleiche Liebe – mit allen Vor- und Nachteilen.

 

5. Doppelste Staatsbürgerschaft.
Was ist das? Der „Doppelpass“ – die Möglichkeit, neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch eine weitere zu behalten.
Warum? Wir leben in einer Gesellschaft in der viele Menschen mehr als eine Herkunft oder kulturelle Heimat haben – sich dann für einen und damit gegen einen anderen Pass entscheiden zu müssen, widerspricht einem modernen Menschenbild!

 

6. Banken an die Leine!
Was ist das? Banken können durch verschiedene Mechanismen reguliert und an den Kosten der Krise beteiligt werden.
Warum? Angela Merkel hat öffentlich eine „marktkonforme Demokratie“ gefordert. Wir fordern eine Wirtschaft, die für den Menschen da ist, statt Menschen, die für die Wirtschaft da sind. Dies gilt auch für Banken, die Stärker reguliert und an der Tilgung der von ihnen verursachten Schulden beteiligt werden sollen, zum Beispiel durch eine Finanztransaktionssteuer, durch Begrenzung von Hochfrequenzhandel und Leerverkäufen.

 

7. Junge Menschen stärken!
Was ist das? Regelungen zu bezahlten und befristeten Praktika, unbefristete Anstellungen für junge Menschen.
Warum? Auch wenn Begriffe wie “Generation Praktikum” oder ähnliches oft schon medial abgenutzt sind, die Problematik bleibt bestehen: Vielen jungen Menschen fehlen Sicherheit und Perspektive, da sie in unbezahlten Praktika hängen bzw. sich von einem zum anderen hangeln. Und wenn sie dann eine Anstellung bekommen, dann fast ausschließlich befristet, so dass an Existenzgründung und Familienplanung gar nicht zu denken ist. Die SPD will verbindliche Regelungen zu bezahlten und befristeten Praktika und mehr unbefristet angestellte junge Menschen.

Johannes Jungilligens

Autor: Johannes Jungilligens

Johannes ist seit 2009 Mitglied bei den Jusos Mönchengladbach. Er lebt in Mönchengladbach und Bochum (und im Zug) und vertritt sozialdemokratische Werte nach dem Motto "Keiner kann die Welt alleine verändern (und das ist gut so)". Johannes findet, dass mit vielen guten Ideen und vielen, die mitmachen, die Gesellschaft gerechter und offener gestaltet werden kann. "Gleiche Löhne für gleiche Arbeit, faire Aufstiegschancen unabhängig von der Herkunft und freiheitliches Denken als Rahmen für die volle Entfaltung jeder und jedes einzelnen sollten selbstverständlich sein, sind es aber leider nicht. Daran müssen wir arbeiten!"

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2 Kommentare zu „Kurz und knapp: 7 Gründe am Sonntag SPD zu wählen.“

  1. Marcel sagt:

    Leider kein Wort zur Spekulationssteuer. SPD nein danke.

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